“Autogynophilie” ist ein Begriff, der von dem Psychiater Ray Blanchard geprägt wurde, um eine hypothetische sexuelle Orientierung oder Fantasie bei einigen transgeschlechtlichen Frauen zu beschreiben. Laut Blanchard ist Autogynophilie eine Form der sexuellen Erregung, bei der eine Person von dem Gedanken oder dem Bild, als Frau wahrgenommen zu werden, angezogen wird. Diese Theorie ist jedoch stark umstritten und wird von vielen in der LGBTQ+-Gemeinschaft sowie von Fachleuten abgelehnt, da sie als stigmatisierend und pathologisierend empfunden wird. Viele Befürworter der Transgender-Rechte argumentieren, dass die Identität einer Person nicht durch sexuelle Fantasien definiert werden sollte und dass Autogynophilie eine Vereinfachung und Pathologisierung komplexer Erfahrungen ist. Die Verwendung dieses Begriffs kann dazu beitragen, stereotype Vorstellungen über transgeschlechtliche Menschen zu verstärken und ihre Identitäten zu delegitimieren. Es ist wichtig, sensibel und respektvoll mit den Erfahrungen und Identitäten transgeschlechtlicher Menschen umzugehen und ihnen den Raum zu geben, sich selbst zu definieren.