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Lexikon / Glossar: Gatekeeping

Gatekeeping bezieht sich auf den Prozess, bei dem bestimmte Institutionen oder Personen, wie beispielsweise medizinische Fachkräfte oder Versicherungsunternehmen, den Zugang zu geschlechtsangleichenden Behandlungen oder anderen Transitionsschritten kontrollieren oder einschränken. Dies kann sich auf die Anforderung von strengen Diagnosekriterien, langwierige Gutachtenverfahren oder bürokratische Hürden beziehen, die transgeschlechtliche Personen überwinden müssen, um Zugang zu den benötigten medizinischen Leistungen zu erhalten.

In der Vergangenheit wurde Gatekeeping oft als hinderlich und diskriminierend empfunden, da es transgeschlechtlichen Menschen den Zugang zu lebenswichtigen medizinischen Behandlungen erschwert hat. Dies führte zu Forderungen nach einer Überarbeitung und Entbürokratisierung der Prozesse, um sicherzustellen, dass transgeschlechtliche Personen leichter und schneller Zugang zu den für sie erforderlichen medizinischen Leistungen erhalten können.

Heute setzen sich viele Aktivist:innen und Organisationen aktiv gegen Gatekeeping ein und fordern eine stärkere Anerkennung der Selbstbestimmung und Autonomie transgeschlechtlicher Menschen in Bezug auf ihre medizinische Versorgung und Transition.


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