Gender Criticals, auch bekannt als “Genderkritische Feminist:innen”, sind eine Strömung innerhalb des Feminismus, die kritisch gegenüber einigen Aspekten der Geschlechterideologie und Geschlechterpolitik ist. Diese Bewegung betont die Rolle biologischer Unterschiede zwischen den Geschlechtern und lehnt die Idee ab, dass Geschlecht ausschließlich eine soziale Konstruktion ist. Gender Criticals argumentieren oft gegen Geschlechtsidentitätsgesetze und -politiken, die auf der Selbstidentifikation basieren, und betonen die Bedeutung biologischer Geschlechtsunterschiede.
Im Kern der Gender Critical-Bewegung steht der Widerstand gegen die Anerkennung von Transgender-Identitäten und -Rechten. Einige Gender-Kritiker:innen argumentieren gegen die Existenz von Transgender- und nicht-binären Menschen und setzen sich für restriktive Geschlechtsdefinitionen ein, die auf biologischen Merkmalen beruhen. Sie befürchten, dass die Anerkennung von Transgender-Personen die Frauenrechte gefährdet und traditionelle Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität untergräbt.
Die Gender Critical-Bewegung wird oft mit Begriffen wie “TERFs” (trans exclusionary radical feminists) in Verbindung gebracht, die selektiv Trans-Misogynie anwenden und sich selbst als feministisch betrachten. Einige Vertreter:innen dieser Bewegung argumentieren, dass die Anerkennung von Transgender-Personen die Identität und Sicherheit von Frauen bedroht und traditionelle Geschlechterrollen in Frage stellt.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Ansichten und Motivationen von Gender Criticals vielfältig sind und nicht alle die gleichen Positionen vertreten. Einige Personen innerhalb dieser Bewegung haben legitime Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Geschlechterpolitiken auf Frauenrechte und -schutz. Allerdings gibt es auch eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Bewegung, insbesondere im Hinblick auf deren Ansichten über Transgender-Personen und -Rechte, die von vielen als transphobisch und diskriminierend betrachtet werden.