Die Geschlechtsidentität bezeichnet das tief empfundene innere Verständnis einer Person darüber, welchem Geschlecht sie angehört. Es geht dabei um die eigene Wahrnehmung des eigenen Geschlechts, unabhängig von den körperlichen Merkmalen oder den gesellschaftlichen Erwartungen.
Für die meisten Menschen entspricht ihre Geschlechtsidentität dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Sie identifizieren sich entweder als männlich oder weiblich und fühlen sich damit wohl. Bei manchen Menschen jedoch entspricht ihre empfundene Geschlechtsidentität nicht dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. Diese Personen können sich als transgeschlechtlich, nicht-binär oder anderweitig identifizieren.
Die Geschlechtsidentität kann sich im Laufe des Lebens entwickeln und verändern. Es ist wichtig zu betonen, dass die individuelle Geschlechtsidentität gültig und legitim ist, unabhängig davon, ob sie mit den gesellschaftlichen Erwartungen oder den körperlichen Merkmalen übereinstimmt. Respekt, Akzeptanz und Unterstützung für die Selbstidentifikation einer Person sind wesentliche Bestandteile eines inklusiven und unterstützenden Umfelds.