Lili Elbe war eine dänische Malerin und eine der bekanntesten trans Personen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 28. Dezember 1882 in Vejle, Dänemark, geboren. Elbe fühlte sich seit ihrer Kindheit im falschen Körper gefangen und begann in den 1920er Jahren, eine medizinische Transition zu durchlaufen, um ihr äußeres Erscheinungsbild ihrem inneren Geschlechtsempfinden anzupassen. Unterstützt von ihrem Ehepartner Gerda Wegener, einer bekannten Künstlerin, begann sie Hormontherapien und schließlich geschlechtsangleichende Operationen durchzuführen.
Im Jahr 1930 unterzog sich Lili Elbe in Deutschland einer Operation zur Entfernung ihrer männlichen Geschlechtsorgane, gefolgt von einer weiteren Operation zur Konstruktion einer Vagina. Obwohl diese Verfahren damals noch sehr neu und risikoreich waren, entschied sie sich dennoch dafür, um endlich als die Frau leben zu können, die sie war.
Leider endete ihre Geschichte tragisch, als sie nach einer Komplikation infolge einer Transplantationsoperation im Jahr 1931 verstarb. Dennoch bleibt Lili Elbe eine bedeutende Figur in der Geschichte der Transgender-Community und wird oft als Pionierin und Symbol für Mut, Selbstbestimmung und die Suche nach Authentizität verehrt. Ihre Lebensgeschichte wurde in Büchern, Filmen und Theaterstücken verewigt und hat dazu beigetragen, das Bewusstsein und Verständnis für Transgender-Rechte und -Anliegen zu fördern.