Queerness ist ein Begriff, der die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten und Ausdrucksformen jenseits der heteronormativen und binären Geschlechterordnung umfasst. Queerness stellt die Vorstellung in Frage, dass es nur zwei Geschlechter gibt und dass heterosexuelle Beziehungen die Norm sind. Stattdessen betont Queerness die Vielfalt und Fluidität von Geschlecht und Sexualität sowie die individuelle Selbstbestimmung in Bezug auf Identität und Beziehungen.
Der Begriff “queer” wurde historisch als Schimpfwort verwendet, um Menschen abzuwerten, die von der heteronormativen Norm abwichen. In den 1990er Jahren wurde er jedoch von LGBTQIA+-Personen umgedeutet und als positive Selbstbezeichnung übernommen. Heute wird “queer” oft als politischer und identitärer Begriff verwendet, um eine Vielzahl von nicht-heteronormativen und nicht-binären Identitäten und Lebensweisen zu umfassen.
Queerness kann sich auf die Identität einer Person beziehen, die sich nicht ausschließlich als heterosexuell oder cisgeschlechtlich identifiziert, sondern sich möglicherweise als schwul, lesbisch, bisexuell, pansexuell, transgender, genderqueer, nicht-binär oder anderweitig queer identifiziert. Es kann aber auch eine politische Haltung oder ein soziales Konzept darstellen, das die Befreiung aller Menschen von Geschlechts- und Sexualnormen anstrebt und sich für soziale Gerechtigkeit und Inklusion einsetzt.