Strukturelle Diskriminierung bezieht sich auf Formen der Ungleichbehandlung oder Benachteiligung, die in den Strukturen und Institutionen einer Gesellschaft eingebettet sind. Im Gegensatz zu individuellen Handlungen oder Einstellungen basiert strukturelle Diskriminierung auf systemischen Ungerechtigkeiten, die in politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Strukturen verankert sind.
Diese Art der Diskriminierung kann aufgrund verschiedener Merkmale auftreten, darunter Geschlecht, Rasse, ethnische Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, sozioökonomischer Status oder Behinderung. Strukturelle Diskriminierung manifestiert sich oft in ungleichen Zugangsmöglichkeiten zu Ressourcen, Dienstleistungen, Bildung, Beschäftigungsmöglichkeiten oder politischer Teilhabe.
Beispiele für strukturelle Diskriminierung sind Gesetze oder Richtlinien, die bestimmte Gruppen benachteiligen, ungleiche Verteilung von Ressourcen oder Chancen aufgrund von Vorurteilen und Stereotypen, fehlende Vertretung und Teilhabe in Entscheidungsprozessen oder kulturelle Normen, die bestimmte Gruppen marginalisieren.
Um strukturelle Diskriminierung zu bekämpfen, ist es erforderlich, die zugrunde liegenden Ursachen und Mechanismen zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um diese Ungerechtigkeiten aufzudecken und abzubauen. Dies kann eine umfassende gesellschaftliche Veränderung erfordern, die darauf abzielt, institutionelle Barrieren zu beseitigen und eine inklusivere und gerechtere Gesellschaft zu schaffen.